Von Linz nach Bad Hönningen

Nach einem kurzen Frühstück mit Käse von zu Hause und Kaffee und Brötchen der Bäckerei Lohners auf einer Bank vor der Linzer Sparkasse, bei dem uns eine ältere Frau warnte, wie gefährlich der Rheinsteig sei, haben wir uns trotzdem auf den Rheinsteig nach Bad Hönningen gemacht. In Dattenberg schlängelte sich der Weg über eine Baustelle, wo wir uns kurz mit einem Bauarbeiter unterhalten haben, der uns versprach, die schönste Etappe hätten wir morgen vor uns. Mittags sitzen wir auf einer Bank mit Blick auf den Rhein. Rechts von uns können wir die Ahrmündung sehen. Vor uns sieht es nach einem Badestrand mit Strandcafé aus und dahinter ist Industrie. Sehr romantisch.

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Hinter Leubsdorf geht es bei knapp 30 Grad über Pferdewiesen weiter auf dem Rheinsteig. Am Wegesrand liegt eine Amsel unter einem Findling und schaut uns ängstlich an. Wir gehen ruhig weiter und hoffen, dass es ihr gut geht.

Wenig später kommen wir zu einem Wegkreuz, vor dem Bank und Tisch stehen. Dabei steht ein Schild. "Setzen Sie sich doch ein Viertelstündchen! Im dieser Zeit wächst in den Leubsdorfer Wäldern genau die Holzmenge nach, aus der dieser Tisch produziert wurde."

Dem kommen wir bei dem Wetter gerne nach und genießen die Aussicht, die bis zum Drachenfels ging.

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Am Schloss Arenfels und den ersten Weinreben vorbei ging es nach Bad Hönningen.

Erschreckend waren die ganzen leeren Stühle vor den Restaurants und die geschlossenen Geschäfte. Insbesondere die Schmiedgasse, die nur aus geschlossenen Hotels und Kneipen besteht, lassen Bad Hönningen wie eine Geisterstadt wirken.

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Erst auf der Rheinallee auf dem Weg zum Hotel sehen wir die ersten Leute. Das Hotel selbst ist anscheinend in den 70ern gebaut worden. Auch die Einrichtung ist in entsprechendem Stil.

Zu unserem Bedauern ist das Frühstück teurer geworden und kostet jetzt anstelle von 5,50 € zwischen 8 und 9 €, so die Dame an der Rezeption. Wir wundern uns zum einem über die ungenaue Preisangabe und die vergleichsweise große Preissteigerung und lehnen dankend ab.

Am Abend sind am Markt ein paar Tische vor den Restaurants besetzt. Wir entscheiden uns für eines der beiden italienischen Restaurants, da diese am meisten zu tun haben. Das Essen ist gut und die Bedienung sehr freundlich.

Zum Abschluss des Tages erleben wir noch einen traumhaft schönen Sonnenuntergang.

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